Klettende Kapuzinerkresse
Tropaeolum majus
Orangefarbene essbare Kletterblüten, pfeffrig scharf und dekorativ.- Reich an Isothiocyanaten, natürlichen Antibakterien gegen Harnwegsinfektionen
- Außergewöhnliche Quelle von Vitamin C, Beta-Carotin und Lutein
- Blattlaus-Opferpflanze, natürlicher Schutz des Gemüsegartens
Origine des graines : Pays-Bas
Certification bio NL-BIO-01.528-0006532.2025.002
GTIN : 3770042795017
Pflanzenprofil
Kulturkalender
Anbautipps
Aussaat der kletternden Kapuzinerkresse: Einfache Methode und garantierte Ergebnisse
Klettende Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine der einfachsten und großzügigsten Einjährigen im Garten. Die Aussaat erfolgt direkt ins Freiland ab Ende April nach dem letzten Frost oder drinnen im März für eine frühere Blüte. Die großen Samen werden einzeln auf 2 bis 3 cm Tiefe ausgesät, 15 cm voneinander entfernt, in leicht feuchten Boden. Die Keimung ist schnell und zuverlässig: Erwarten Sie das Auflaufen in 7 bis 12 Tagen bei 15–20 °C. Kein besondere Vorbehandlung notwendig, obwohl das Einweichen der Samen in warmem Wasser für 12 Stunden vor der Aussaat die Keimung leicht beschleunigt. 2 Samen pro Standort aussäen, um eine Keimung zu gewährleisten.
Schnelle Entwicklung junger Kapuzinerkressenpflanzen
Junge Kapuzinerkressenpflanzen entwickeln sich sehr schnell und sind praktisch unzerstörbar. Sie tolerieren arme Böden, vergessene Bewässerungen und sogar einige Grad leichten, vorübergehenden Frostes. Einen der zwei Triebe pro Standort entfernen, wenn sie 10 cm erreichen. Klettende Kapuzinerkresse kann in einer Saison 2 bis 3 Meter Länge erreichen: Für eine solide Stütze sorgen (Spalier, Gittergeflecht, Zaun).
- Temperatur: 15–20 °C, schnelle Keimung 7–12 Tage
- Feuchtigkeit: Leicht feuchter Boden, keine Staunässe
- Licht: Normal, keine besonderen Anforderungen
- Pikieren: Möglich aber vermeiden (empfindliche Pfahlwurzel)
Wichtige Punkte
- Temperatur: 15–20 °C, Keimung 7–12 Tage
- Feuchtigkeit: Leicht feuchter Boden
- Licht: Normal
- Pikieren: Direktsaat sehr bevorzugt
Etablierung der kletternden Kapuzinerkresse
Klettende Kapuzinerkresse wird ab dem 15. Mai am Fuß einer soliden Stütze gepflanzt: Spalier, Zaun, Rankgitter, Pergola oder Laube. Einen halbschattigen bis sonnigen Standort mit gut drainierendem Boden wählen. Paradoxerweise fördert ein stickstoffarmer Boden eine reichlichere Blüte: Ein zu reicher Boden erzeugt viel Laub aber wenige Blüten. Den Boden für Kapuzinerkresse nicht düngen. Die Stütze vor dem Pflanzen installieren, um die jungen Klettertriebe nicht zu beschädigen. Klettende Kapuzinerkresse kann unter guten Bedingungen in einer Saison bis zu 6–8 m² bedecken.
Einpflanzen und anfängliche Führung
Pflanzen (oder direkt säen) 25 bis 30 cm vom Fuß der Stütze entfernt. Mäßig beim Pflanzen wässern. Die ersten Ranken und Blätter suchen natürlich nach einem Halt: Die ersten Stiele zur Stütze führen, um den Aufstieg zu beginnen. Sehr mäßige Bewässerung ist die Regel: Klettende Kapuzinerkresse ist bemerkenswert trockenheitstolerant und produziert mehr Blüten wenn sie leicht Wasserstress hat.
- Tiefe: 2–3 cm, Direktsaat am Fuß der Stütze
- Abstand: 25–30 cm von der Stütze
- Bewässerung: Sehr mäßig, armer Boden bevorzugt
- Stütze: Stabiles Spalier, Gittergeflecht oder Rankgitter unbedingt nötig
Wichtige Punkte
- Tiefe: 2–3 cm am Fuß der Stütze
- Abstand: 25–30 cm von der Stütze
- Bewässerung: Sehr mäßig
- Stütze: Stabiles Spalier unbedingt erforderlich
Minimale Pflege der kletternden Kapuzinerkresse
Klettende Kapuzinerkresse erfordert praktisch keine Pflege. Je mehr Sie sie vernachlässigen, desto mehr blüht sie: Vor allem nicht düngen, da jede Stickstoffzufuhr das vegetative Wachstum auf Kosten der Blüte fördern würde. Nur bei anhaltenden Trockenperioden wässern. Die Stiele in den ersten Wochen zur Stütze führen, dann die Pflanze frei wachsen lassen. Das Entfernen verblühter Blüten verlängert die Blüte leicht, ist aber nicht unbedingt notwendig. Am Saisonende einige Blüten zu grünen Samen (ausgezeichnete pflanzliche Kapern) und einige reife Samen für die Selbstaussaat im Folgejahr ausreifen lassen.
Schädlinge und Schutzrolle im Gemüsegarten
Kapuzinerkresse wird bewusst als Opferpflanze eingesetzt, um schwarze Blattläuse anzulocken und andere Kulturen zu schützen. Weiße Fliegen können sich ebenfalls auf dem Laub niederlassen. Spinnmilben können bei sehr heißen, trockenen Bedingungen in Gefäßen problematisch sein. Kapuzinerkresse zieht Schwebfliegen an, natürliche Blattlaus-Räuber, und trägt so zum biologischen Gleichgewicht im Garten bei.
- Bodenart: Alle Typen, bevorzugt arm, drainiert, pH 5,5–7,5
- Pflege: Nahezu null, vor allem nicht düngen
- Bewässerung: Sehr gering, nur bei starker Trockenheit
- Vorbeugung: Blattlaus-Opferpflanze, zieht Schwebfliegen an
Wichtige Punkte
- Bodenart: Arm bevorzugt, gut drainiert
- Pflege: Nicht düngen!
- Bewässerung: Sehr gering
- Vorbeugung: Blattlaus-Opferpflanze
Ernte von Blüten, Blättern und Samen der kletternden Kapuzinerkresse
Alle Teile der kletternden Kapuzinerkresse sind essbar: Blüten, junge Blätter und junge Früchte (Kapuzinerkressenkapern). Blüten bei voller Öffnung durch sanften Zug am Blütenschaft ernten. Regelmäßige Ernte stimuliert die kontinuierliche Blütenproduktion. Junge runde Blätter, zart und pfeffrig, ernten sobald sie 5–7 cm Durchmesser erreichen. Unreife grüne Früchte, einige Tage nach der Blüte geerntet, ergeben die berühmten Kapuzinerkressenkapern, die echte Kapern in der Küche ersetzen können. Reife braune Samen am Saisonende für die nächstjährigen Aussaaten ernten.
Aufbewahrung der verschiedenen geernteten Teile
Frische Blüten bleiben nur 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank. Für Kapuzinerkressenkapern ist das Einlegen in gesalzenen Apfelessig die traditionellste Methode: Geerntete junge Früchte waschen, 2 Tage in Salzwasser einweichen, dann in aromatisiertem Essig einlegen. Diese Kapern bleiben 1–2 Jahre haltbar und haben einen Geschmack ähnlich mediterranen Kapern mit einer zusätzlichen pfeffrigen Kapuzinerkressenote.
- Zeitraum: Juni bis Frost, kontinuierliche Produktion
- Stadium: Blüten bei voller Öffnung, junge Blätter, unreife grüne Früchte
- Methode: Behutsame Handernte, regelmäßiges Ernten
- Lagerung: Blüten 24 Std. Kühlschrank, Kapern in Essig 1–2 Jahre
Wichtige Punkte
- Zeitraum: Juni–Frost, kontinuierlich
- Stadium: Offene Blüten, junge Blätter, grüne Früchte (Kapern)
- Methode: Behutsame und regelmäßige Ernte
- Lagerung: Blüten 24 Std. Kühlschrank, Kapern in Essig 1–2 Jahre
Kapuzinerkresse: Königin der pfeffrig scharfen essbaren Blüten
Klettende Kapuzinerkresse ist eine der vielseitigsten und bekanntesten essbaren Blüten in der Küche. Ihre großen trompetenförmigen Blüten in Orange, Gelb oder Rot haben einen pfeffrigen und würzigen Geschmack, der an Kresse oder Radieschen erinnert, mit einer leichten Haselnussnote. Sie garnieren Salate spektakulär bunt. Mit Ziegenkäse, Kräutern und Zitrone gefüllt ergeben sie einen raffinierten Vorgang. Die runden jungen Blätter, etwas milder als die Blüten, kommen in Salate, Sandwiches und Pesto. Kapuzinerkressenkapern bilden ein bemerkenswertes Ersatz-Würzmittel, pfeffrig und säuerlich.
Ernährungseigenschaften und Heilwirkungen
Kapuzinerkresse ist natürlich reich an Benzylisothiocyanaten, Verbindungen mit starken antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften. Sie ist auch reich an Vitamin C (unter den höchsten Gehalten bei Blattgemüse), Beta-Carotin, Lutein und Mineralstoffen. Kapuzinerkressenätherische Öle haben antiseptische Eigenschaften für die Atemwege. In der Phytotherapie werden Blätter und Blüten gegen leichte Harnwegs- und Atemwegsinfektionen verwendet.
- Geschmacksprofil: Pfeffrig, würzig, Kresse, leichte Haselnusspflanze
- Klassische Zubereitung: Blütensalate, gefüllte Blüten, Essig-Kapern, Pesto
- Beste Kombinationen: Frischkäse, Radieschen, Rucola, Rote Bete, Zitrone
- Lagerung: 24 Std. Kühlschrank, Essig-Kapern 1–2 Jahre, Eiswürfel einfrieren
Wichtige Punkte
- Geschmacksprofil: Pfeffrig, würzig, Kresse, Haselnussnote
- Klassische Zubereitung: Blütensalate, gefüllte Blüten, Kapern
- Beste Kombinationen: Frischkäse, Radieschen, Rucola, Zitrone
- Lagerung: 24 Std. Kühlschrank oder Essig-Kapern