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Kamille

Kamille

Matricaria chamomilla

Kleine weiße beruhigende Blüten für entspannende und verdauungsfördernde Kräutertees.

  • Reich an Azulen und Apigenin mit nachgewiesenen entzündungshemmenden Eigenschaften
  • Milde beruhigende Wirkung, unterstützt Schlaf und lindert leichte Angstzustände
  • Krampflösende Eigenschaften wirksam gegen Verdauungsbeschwerden
0,69 €
PESM: 3,75 €
1 plant

Origine des graines : Pays-Bas
Certification bio NL-BIO-01.528-0006532.2025.002
GTIN : 3770042795024

Pflanzenprofil

Plant seedling
Belichtung : Vollsonnig
Wasser : Gering
Höhe : 40 cm
Abstand : 20 cm

Kulturkalender

JFMA MJJA SOND
Aussaat
Pflanzung
Ernte
Schwierigkeitsgrad

Schwierigkeitsgrad

Anfänger

Ertrag

Ertrag

0.25 kg pro Pflanze

Lebenszyklus

Lebenszyklus

Einjährig

Location

Anbaustandort

Balkon

Beschreibung

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine der weltweit am besten dokumentierten Heilpflanzen und wird für ihre entzündungshemmenden, krampflösenden und mild beruhigenden Eigenschaften durch ihre Hauptwirkstoffe Azulen und Apigenin anerkannt. Ihre kleinen weißen Blütenköpfe mit gewölbtem gelbem Mittelteil verströmen ein charakteristisches Apfel- und Honigaroma, das ihren Aufguss zu einem weltweit geschätzten Entspannungs- und Verdauungsgetränk macht. Als robuste Einjährige wird sie direkt oberflächlich ab Frühling ausgesät und sät sich spontan jedes Jahr aus und besiedelt natürlich Gartenflächen. Die Erntegüte hängt vom genauen Erntestadium ab: Blüten müssen geerntet werden, wenn die Blütenblätter horizontal sind, bevor sie sich nach oben aufrichten. Ihr wesentliches Sorteninteresse ist die hochwertige Heilpflanzenverwertung in der Biokräutermedizin (15–30 €/kg trocken) mit nahezu nullem Pflegeaufwand nach der Etablierung.

Anbautipps

Kamillenaussaat: Methode und Bedingungen

Echte Kamille (Matricaria chamomilla) wird bevorzugt durch Direktsaat ins Freiland im Frühling (März–April) oder im Herbst (Oktober–November) für eine Blüte im Folgejahr ausgesät. Ihre winzigen Samen benötigen Licht zum Keimen: Samen oberflächlich ohne Abdecken oder mit einer kaum sichtbaren Schicht feinen Sandes aussäen. Samen mit Sand mischen für eine gleichmäßigere Verteilung. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 15 bis 20 °C. Die Keimung erfolgt innerhalb von 7 bis 14 Tagen unter guten Bedingungen.

Sämlingswicklung und Ausdünnen

Kamillesämlinge sind in den ersten Wochen fein und zart, werden aber schnell robust. Auf 15–20 cm Abstand ausdünnen, sobald die Pflanzen 5 cm erreichen. Kamille ist ein reichlicher Selbstaussäer, der natürlich den Garten von Jahr zu Jahr besiedelt wenn einige Blüten aussamen dürfen. Sie toleriert das Umpflanzen gut in einem sehr jungen Stadium. Die Präsenz von Kamille ist nützlich für Nachbarpflanzen durch ihre Wurzelausscheidungen — daher ihr Spitzname „Gärtner-Arzt" in der Permakultur.

  • Temperatur: 15–20 °C, Samen oberflächlich aussäen (mikroskopische Größe)
  • Feuchtigkeit: Frischer bis mäßiger Boden, gute Belüftung
  • Licht: Für Keimung unbedingt erforderlich, Samen nicht abdecken
  • Pikieren: Direktsaat bevorzugt, Umpflanzen im sehr jungen Stadium möglich

Wichtige Punkte

  • Temperatur: 15–20 °C, Samen nicht abdecken
  • Feuchtigkeit: Leicht frischer Boden
  • Licht: Unbedingt erforderlich, Oberflächenaussaat
  • Pikieren: Direktsaat sehr bevorzugt

Pflanzung und Etablierung von Kamille

Kamille etabliert sich leicht auf allen Bodentypen, einschließlich armer, trockener und leicht saurer Böden. Sie bevorzugt einen gut sonnigen Standort für reichliche Blüte und gut entwickelte Blüten mit optimalen Heilwirkungen. Boden zu reich an Nährstoffen fördert das vegetative Wachstum auf Kosten der Blüte: nicht überdüngen. Den Boden auf 10 cm leicht auflockern und Unkräuter entfernen. Kamille ist besonders geschätzt in Gemüsegartenbordüren, am Fuß von Rosen oder zwischen Gehwegplatten, wo sie natürlich gedeiht.

Abstandsmanagement und Begleitpflanzen

Einen Abstand von 15 bis 20 cm zwischen den Pflanzen einhalten für gute Belüftung. Kamille ist als „Gärtner-Arzt" bekannt: Ihre Anwesenheit ist nützlich für Nachbarpflanzen, insbesondere für Gemüse wie Kohl, Zwiebeln und Karotten. In den ersten Wochen mäßig wässern, dann Kamille sich selbst überlassen. Einige Pflanzen am Saisonende aussamen lassen für reichliche natürliche Selbstaussaat im Folgejahr.

  • Tiefe: Oberflächenaussaat (mikroskopische Samen)
  • Abstand: 15–20 cm zwischen Pflanzen
  • Bewässerung: Mäßig am Anfang, danach sehr sparsam
  • Begleitpflanze: Nützlich für Kohl, Zwiebeln, Karotten

Wichtige Punkte

  • Tiefe: Oberfläche (mikroskopische Samen)
  • Abstand: 15–20 cm
  • Bewässerung: Sparsam
  • Begleitpflanze: Nützlich für Gemüsenachbarn

Kamille-Pflege und Blütenstimulierung

Kamille ist eine pflegeminimale Pflanze, perfekt für Anfänger-Gärtner. Der einzige regelmäßig vorteilhafte Eingriff ist das teilweise Ausputzen der Blüten: Einige Blüten aussamen lassen für die natürliche Selbstaussaat und den Rest vor vollständiger Samenreife ernten. Nur bei anhaltenden Trockenperioden wässern: Kamille ist von Natur aus an trockene Bedingungen angepasst. Keine Düngung auf einem normalen Boden notwendig. Ausdünnen nach der Keimung führt zu gut entwickelten Pflanzen; ohne Ausdünnung sind die Pflanzen kleiner, aber die Blütenproduktion bleibt zufriedenstellend.

Natürliche Resistenz und Gartenvorteile

Kamille ist im Allgemeinen wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bei sehr nassem, kaltem Wetter können einige Pilzflecken auf dem Laub erscheinen ohne gravierende Folgen. Ihre frühe, reichliche Blüte bildet eine wertvolle Nektarquelle für Bestäuber zu Beginn der Frühjahrssaison. In Naturkräutergärten wird sie als Opferpflanze für Blattläuse angebaut. Ihre Wurzelausscheidungen stimulieren das Wachstum und die Krankheitsresistenz der Nachbarpflanzen.

  • Bodenart: Alle Typen, auch arm und trocken, pH 5,6–7,5
  • Pflege: Teilweises Ausputzen der Blüten, Ausdünnen der Sämlinge
  • Bewässerung: Sehr sparsam, nur bei Trockenheit
  • Vorbeugung: Wenig anfällig, nützlich für pflanzliche Nachbarn

Wichtige Punkte

  • Bodenart: Alle Typen, auch arm, pH 5,6–7,5
  • Pflege: Teilweises Ausputzen, Ausdünnen
  • Bewässerung: Sehr sparsam
  • Vorbeugung: Wenig anfällig für Krankheiten

Ernte von Kamilleblüten im richtigen Stadium

Die medizinische und aromatische Qualität der Kamille ist direkt mit dem Erntestadium verbunden. Blüten werden geerntet, wenn die weißen Blütenblätter vollständig horizontal entfaltet sind um den gewölbten gelben Mittelteil — noch nicht nach oben gerichtet, was Überreife anzeigen würde. Bevorzugt bei trockenem Wetter, am Vormittag, ernten und den Stiel 2–3 cm unterhalb des Blütenkopfes abklemmen. Im richtigen Stadium geerntete Blüten sind am reichsten an Azulen, dem charakteristischen entzündungshemmenden Wirkstoff der echten Kamille. Alle 2–3 Wochen regelmäßig während der gesamten Blütezeit ernten.

Trocknen und Aufbewahrung für den medizinischen Gebrauch

Das Trocknen ist der wichtigste Schritt zur Erhaltung der Heilwirkungen der Kamille. Blüten in einer einzigen Schicht auf Trockengestellen an einem warmen, trockenen, schattigen und gut belüfteten Ort ausbreiten — niemals in der direkten Sonne. Temperatur darf 40 °C nicht überschreiten. Das Trocknen dauert 3–5 Tage. Gut getrocknete Blüten sollten leicht, brüchig sein und ihr charakteristisches Aroma freisetzen. In abgedunkelten luftdichten Glasgläsern lichtgeschützt maximal 12 bis 18 Monate aufbewahren.

  • Zeitraum: Mai–Juli, Blütenblätter horizontal, gewölbter gelber Mittelteil
  • Stadium: Blütenblätter horizontal, vor dem Aufrichten
  • Methode: 2–3 cm unterhalb der Blüte abklemmen, trockenes Wetter am Morgen
  • Lagerung: Im Schatten trocknen unter 40 °C, luftdichtes Glas 12–18 Monate

Wichtige Punkte

  • Zeitraum: Mai–Juli
  • Stadium: Blütenblätter horizontal, vor dem Aufrichten
  • Methode: Unterhalb der Blüte abklemmen, trockenes Wetter morgens
  • Lagerung: Im Schatten trocknen, luftdichtes Glas 12–18 Monate

Kamillenaufguss und kulinarische Verwendung

Echte Kamille ist in erster Linie für ihren beruhigenden und verdauungsfördernden Kräutertee bekannt, einer der meisttkonsumierten weltweit. Sein mildes Apfel- und Honigaroma, mit leicht bitteren und blumigen Geschmacksnoten, macht ihn zu einem hervorragenden Entspannungsgetränk. Für einen optimalen Heilaufguss Wasser bei 90 °C (niemals kochend) über 2 Teelöffel getrocknete Blüten gießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. In der kreativen Küche frische Blütenblätter zur Dekoration von Salaten und Desserts verwenden. Kamillensirup und -gelees sind verfeinerte handwerkliche Spezialitäten. In der Patisserie parfümiert Kamille Cremes, Pannacottas und Eiscreme delikat.

Therapeutische Eigenschaften und Verwendungshinweise

Kamille ist eine der am besten dokumentierten Heilpflanzen Europas. Reich an Azulen, Flavonoiden (Apigenin) und ätherischen Ölen besitzen ihre Blüten bestätigte entzündungshemmende, krampflösende, leicht beruhigende und wundheilende Eigenschaften. Sie lindert wirksam Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Krämpfe, Dyspepsie), Entzündungen der oberen Atemwege und leichte Angstzustände. Vorsicht: Personen mit Korbblütlerallergie (Margeriten, Chrysanthemen) können auf Kamille reagieren.

  • Geschmacksprofil: Mild, Apfel, Honig, leicht bitter und blumig
  • Klassische Zubereitung: Beruhigender Kräutertee, Sirup, Gelee, Patisseriecreme
  • Beste Kombinationen: Honig, Zitrone, Lavendel, Vanille, weißes Obst
  • Lagerung: Luftdicht getrocknet, maximal 12–18 Monate

Wichtige Punkte

  • Geschmacksprofil: Mild, Apfel, Honig, blumig
  • Klassische Zubereitung: Kräutertee, Sirup, Patisseriecreme, Gelee
  • Beste Kombinationen: Honig, Zitrone, Lavendel, Vanille
  • Lagerung: Luftdicht getrocknet 12–18 Monate